Plakat zur Geschichte der Römerschule

EIne Zusammenfassung der Geschichte der Römerschule in Form eines Plakates finden Sie hier.

Geschichte der Schule

Es gibt viele Geschichten, warum die Römerschule "Römerschule" heißt. Eine Geschichte ist, dass beim Bau des Gebäudes Gräber von Römern gefunden wurde. Eine andere, dass ein römischer Feldherr hier begraben wurde.

 

 

Meist ist es aber viel einfacher als gedacht, aber daher nicht minder intressant. So auch beim Namen Römerschule.
Zum 100. Geburtstag des Stuttgarter Ehrenbürgers Friedrich Römer wurde der Namen mit der Schule verbunden.

Wer nun wissen möchte, wer Friedrich Römer war, kann sich in Wikipedia oder hier vertieft informieren.

 

Aber wer war dieser Herr Römer eigentlich?

 

Die Urenkelin Helle Römer in Stuttgart erzählt vom berühmten Vorfahren Friedrich von Römer denn der Name der Römerstr und der Römerschule erinnert an den "Märzminister"

 

Die Schwaben gehen mit ihrer Historie ebenso selbstverständlich wie selbstbewusst um. Jedes Schulkind lernt schon den Spruch, der mit beiläufigem Stolz den Rein’gschmeckten unter die Nase gerieben wird und der bekanntlich heißt:

 

“Der Schiller und der Hegel, der Uhland und der Hauff,
das ist bei uns die Regel, das fällt bei uns nicht auf“.

 

Dennoch werden nur wenige Stuttgarter, wenn sie der Weg durch die Römerstraße führt, nicht dem Irrglauben erliegen, diese Straßenbenennung sei eine Reverenz an die alten Römer und ihre segensreichen Hinterlassenschaften in unseren Gauen. Ganz falsch geraten. Die Ehrung gilt vielmehr Friedrich von Römer (1794-1864), Staatsrat und als Märzminister des Jahres 1848 sozusagen Urvater der württembergischen Liberalen:

 

“Er war der ganze Stolz unserer Familie, immer wieder wurde

zuhause von ihm und seiner politischen Bedeutung gesprochen“,

 

erinnert sich seine Urenkelin Helle Römer, die in Stuttgart im Augustinum lebte.

 

Die verschiedenen Hinterlassenschaften und Andenken an den berühmten Vorfahren hütet die 84jährige Dame auch wie einen Schatz.  Da ist vor allem der Ehrenbrief mit prächtigem Siegel, mit der der Stadtrath in Stuttgart“ den „Herrn Staatsrath Römer, Chef des K. Justiz Departements“ am 28.Juni 1848 zum Ehrenbürger der Stadt ernannte.

 

Selbstverständlich guckt der bedeutende Urahn in dem mit Erbstücken und Biedermeiermöbeln eingerichteten Appartement auch von der Wand. „So hat er wohl ausgesehen, wenn er vor dem Parlament gesprochen hat“, interpretiert Helle Römer die Darstellung. „Denn Friedrich Römer, geboren in Erkenbrechtsweiler, später geadelt, hatte die Beamtenlaufbahn verlassen, um der Oppositionspartei im Landtag anzugehören.

 

Im Mai 1847 machte er die Regierung für die Hungerkrawalle in Ulm und Stuttgart verantwortlich, und nach Ausbruch der Februar-Revolution 1848 in Paris wurde er bei Bildung eines liberalen Ministeriums Justizminister. In der Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche war Römer in den Grundrechten streng liberal, aber gleichzeitig ein offener Befürworter der konstitutionellen Monarchie.

 

Als er obendrein 1849 die Auflösung des nach Stuttgart übersiedelten Rumpfparlamentes betrieb, nahmen ihm das auch sein Freund und Weggefährte Ludwig Uhland und die Demokraten sehr übel. 1851 wurde Römer vom Landtag zum Kammerpräsidenten gewählt.

 

Römer, dem Freunde die Eigenschaften Seelengüte, Seelengröße und Seelenadel zuschrieben, scheint politisches Talent vererbt zu haben. Um so mehr, als auch seine zweite Frau, Lydia Schott, aus politisch engagierter Familie stammt, die ebenfalls mit einem Straßennamen in Stuttgart verewigt ist.

 

Wenn sich die weitverzweigte Familie alle zwei Jahre trifft, dann kommt nicht nur der Stuttgarter Regierungspräsident a.D. Fritz Römer zur Runde. „Wir haben ja wieder eine Ministerin in der Familie“, verrät Helle Römer. Es ist Annemarie Griesinger, eine geborene Römer der Markgröninger Linie.    

 

Hier können sie sich weitergehend informieren:

Für die Erwachsenen ein historischer Ausflug in die Stadtgeschichte und den Namenspatron unserer Schule